Gibt es Menschen die in ein Café Geld rein stecken ohne etwas dafür zu bekommen?


Ich weiß das das ne blöde Frage ist, das tut mir auch leid, aber ich bin im Moment einfach ein wenig ratlos.

Ich arbeite seit einigen Monaten bei einer ganz lieben Frau in ihrem Café ohne dafür Geld zu nehmen, da sie mich auch nicht wirklich bezahlen kann und es auch nicht brauch, ihre herzlichkeit ist Lohn genug für mich.

Nun steht sie kurz vor der Pleite, da ihre Geldreserven so gut wie ausgeschöpft sind und das Café noch nicht so gut läuft.
(sie hat auch alles an Krediten aufgenommen was geht)
Sie würde alles verlieren ihr Haus und ihr Café.
Würde ich im Lotto gewinnen würde ich ihr sofort alles schenken, aber darau zu warten bringt leider nichts.

Hat jemand von euch mit den wenigen Informationen ne Idee was ich tun kann?


10 Responses to “Gibt es Menschen die in ein Café Geld rein stecken ohne etwas dafür zu bekommen?”

  1. schuldnerberatund würd ich mal sagen
    werbung machen fürs cafe
    und auch mal anbieten wie zum beispiel ein abend für orientalisches essen oder so
    das lockt sicher mögliche stammkunden an

  2. man könnte evtl. versuchen durch irgendwelche events etwas zu retten, wobei das aber in der vorbereitung wiederrum geld kosten würde.

    manchmal ist es einfach besser, dann aufzuhören und somit den schaden zu begrenzen.

    wenn nur schulden drücken, ist das leben nicht mehr lebenswert.

    viel erfolg
    rotezora

  3. So einen richtig guten Rat habe ich da auch nicht.
    Vielleicht kann sie sich spezialisieren und dann eine ortsansässige Zeitung dazu bringen darüber zu berichten.

    Mit spezialisieren meine ich z.B. jetzt bald, in der Vorweihnachtszeit (lach) spezielle Kuchen anzubieten, die auf diese Zeit hinweisen (das war jetzt nur ein Beispiel, vielleicht gibt es da ja noch ganz andere Ideen).

    Man könnte da auch Flugblätter selbst entwerfen, ausdrucken und in den Briefkästen der Nachbarschaft verteilen. Vielleicht gibt es da auch etwas online, wie meine.stadt.de?

    Jedenfalls finde ich es toll von Dir, dass Du versuchst zu helfen.

  4. Investoren muessten sich ueber die Industrie- und Handelskammer finden lassen. Diese Leute wuerden dann zwar Teileigentuemerschaft verlangen, aber das waere besser als pleitegehen.

  5. Wir hatten auch bis vor zwei Jahren ein Café, dass dann letztlich wirklich pleite gegangen ist.

    Es wäre natürlich am besten einen Investor zu finden, der an die Sache glaubt und zumindest finanziell über die schwierige Anfangsphase hilft. Aber das ist natürlich nicht gerade einfach.

    Ansonsten helfen nur: Ideen, Ideen, Ideen.
    Besondere Angebote, außergewöhnliche Dekorationen, auffällige Arbeitskleidung, eigene Kuchen- oder Kaffeekreationen. Bietet das Café als Drehort für Fernsehproduktionen an. Legt Flyer, Speisekarten in Kneipen, Discos und anderen Geschäften aus. Versucht, in die lokale Presse zu kommen und sei es erst einmal nur in so ein Gratis-Blättchen.

    Ich weiß ja nicht, wo das Café ist (kleiner oder großer Ort, bessere oder schlechtere Lage), daher kann ich dir keine maßgeschneiderten Vorschläge machen.

    Wir haben damals viel Aufwand betrieben, aber die Lage war einfach zu schlecht. Innerhalb der letzten zwei Jahre haben sich drei weitere Besitzer auch erfolglos versucht und in der Umgebung wechseln die Geschäfte auch ständig.

    (Kannst ja mal mailen und Einzelheiten schildern.)

  6. Wenn Du sagst, es läuft noch nicht so gut, lohnt es sich zu kämpfen. Dann müßte allerdings auch ganz klar sein, woran es liegt, daß es noch nicht läuft, und was sich ganz konkret in den nächsten Monaten zum Positiven ändern sollte. Nur auf bloße Vermutungen hin ist das ein Faß ohne Boden.
    Es besteht die Möglichkeit, ortsansässige Sponsoren für beispielsweise Veranstaltungen zu mobilisieren (Modenschauen organisieren, die örtlichen Modehäuser ansprechen etc.). Je nachdem, was es für ein Café ist, kann man sich an verschiedene Getränkeanbieter wenden, sowohl was das Inventar als auch außerplanmäßige Events angeht.
    Das Angebot erweitern mit möglichst kleinen Mitteln – außergewöhnliches Essen anbieten, Mittagstisch für Schüler, Leseabende veranstalten, Ausstellungen organisieren, einen Internetzugang anbieten, die Möglichkeiten in der Gastronomie sind nahezu unerschöpflich. Werbung machen, Flyer verteilen, auf Stadtfesten präsent sein. Wenn das klassische Café mit Kaffee und Kuchen nicht läuft (was ein riesengroßer Glücksfall wäre, außer, es ist das Einzige am Ort), muß man etwas verändern, man muß ohnehin flexibel sein. Es ist nicht so, daß man eine Gastronomie egal welcher Art aufmacht und das Ding läuft ab dem Zeitpunkt von selbst.

    EDIT: Auch wenn es verlorene Liebesmüh’ und eigentlich egal ist: Wer hier Daumen ‘runter gibt, tut das bei jemandem, der 17 Jahre Erfahrung in diesem Bereich hat. Es ist schade, wenn Leute nicht sehen, welche Möglichkeiten es gibt.

    Nochmal EDIT: Du sagst zwar, sie habe alles an Krediten ausgeschöpft, aber ich würde ihr dennoch raten, nochmal zur Stadt zu gehen und die dortige Existenzgründungsberatung und Wirtschaftsförderung in Anspruch zu nehmen – die helfen nämlich unter Umständen auch bei schon gegründeten Unternehmen, wenn sich die Misere erklären läßt.

  7. Das ein Geschäft, egal welches, sich nicht mehr trägt oder gar Gewinn abwirft kommt ja nicht von heute auf morgen. Das ist lange vorher an den Umsätzen ersichtlich, Quintessenz einstellen! Außerdem kann ich von niemandem Verlagen oder erwarten zum Nulltarif zu arbeiten. Hochachtung für die Person die das tut, aber nicht gang und gebe.

  8. Da stellt sich die Frage was besser ist:
    das Ende mit Schrecken oder der Schrecken ohne Ende?

  9. Schau doch mal bei rein, vielleicht findest du da eine Möglichkeit.

  10. Man könnte einen Verein gründen. Die Mitglieder würden quasi als Miteigentümer fungieren. Dafür bekommen sie ihre Waren zu einem Sonderpreis. -
    Eine solche Pleite ist sicherlich besondere Mittel und Wege wert. – Bei mir war es eine Aushilfe, die sich geopfert hat, bis die Schutzgelderpresser kamen… und die Polizei nichts unternahm!
    Als Ausgleich durften sie und ihre Freunde oft gratis einkaufen.

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